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Veröffentlicht am: 05. März 2026, Text & Fotos: klar Werbeagentur
Kristine Köhlmoos, Praxis für Kinderzahnheilkunde

Wie ein Fuchs in der Waldpraxis

Gibt der Zahnmedizin ein freundliches Gesicht – und bringt Kinder so zum Lächeln.

„Kinder kriegen alles mit, jede Stimmung im Raum.“

Umso besser, dass Zahnärztin Kristine Köhlmoos ihren Job liebt. Mit ihrer thematisch naturnah gestalteten Waldpraxis Kids & Kø in Rotenburg (Wümme) hat sie sich vor drei Jahren auf den Weg in die Selbstständigkeit gewagt – und es seither nie bereut. „Hier kann ich ausleben, was mir bei der Arbeit wichtig ist. Auf die Dinge Wert legen, die ich für richtig halte.“

Angefangen mit dem Wohlbefinden der Kinder, die ihren Praxiswald – von Frida Fuchs sowie weiteren Waldtieren bewohnt – besuchen. „So was wie ‚Stell dich nicht so an‘ gibt’s bei uns nicht. Das führt zu nichts, außer dass man Angst vorm Zahnarzt bekommt. Ich möchte hier schöne Momente möglich machen.“ Und von denen erlebt sie selbst hier so einige…

„Behandlungen sind für mich wie Meditation.“

Neben der Zahnmedizin reihen sich große Themen wie Personalführung und Buchhaltung in Kristines „To Do’s“. Dazu kommt die private Liste, die ihr als Mutter nicht weniger wichtig ist. „Es ist immer viel los“, nickt die Zahnärztin und lächelt: „Behandlungen sind für mich tatsächlich genau das, was mich runterbringt. Alles hat seine Reihenfolge, jeder Handgriff sitzt, das richtige Instrument liegt am richtigen Platz, … Ich habe einfach Spaß am Arbeiten – das stärkt mich.“

Dankbare Eltern und Erziehende – und natürlich die kleinen Patienten, die echte Freude mit in den Praxiswald bringen und sich zum Beispiel aufs magische „Behandlungsstuhl-Hochzaubern“ freuen, lassen Kristine trotz der vielen Rollen, die sie einzunehmen hat, fühlen: alles richtig so.

„Ich bin hier verwurzelt und mag das Netzwerk sehr.“

Dass ihr Praxiswald in Rotenburg liegt, war für Kristine keine Frage. „Ich lebe in Borchel und ich bin hier aufgewachsen. Man kennt sich einfach und ich weiß in jeder Situation jemanden, den ich anrufen kann. Das hat man in der Großstadt nicht.“ Auch unter den Zahnärzten in der Region fühlt sie sich mit ihrer Praxis für Kinderzahnheilkunde wohl, gesehen, verstanden. „Wir haben ein echt gutes Miteinander, tauschen uns aus, schätzen uns als Kollegen wert. Das hat mir den Start in die Selbstständigkeit damals sehr erleichtert und gibt mir bis heute ein gutes Gefühl.“

„Wir arbeiten nicht wie am Fließband, wir nehmen uns die Zeit.“

Kristines Waldpraxis-Team ist inzwischen auf neun Mitarbeitende und einige Waldtiere neben Frida Fuchs gewachsen. Sich Zeit für die Kinder zu nehmen, auch mal über die Gesundheit der Zähne hinaus zu denken, gehört für sie dazu. Atmung, Schlafverhalten oder Körperhaltung können zum Thema werden. „Ich schaue, ob ich Zusammenhänge erkenne, ob Fragen, die wahrscheinlich untypisch für einen Zahnarzt sind, uns weiterhelfen, ob funktionell beim Kind alles gut ist“, erklärt Kristine. So macht es für sie Sinn zu arbeiten, so läuft es im Praxiswald. Und das kommt gut an. Seit Tag eins gibt es so gut wie keine Lücken im Praxis-Terminkalender.

Was Kristine von den Kindern zurückbekommt? „Ganz viele schöne Momente“ – und: „Wer weiß, vielleicht möchte ja das ein oder andere Kind später mal selbst Zahnarzt werden!“

Was Kristine Köhlmoos noch bewegt:

Digitalisierung in der Zahnmedizin? „Wird kommen, denke ich, zum Beispiel mit digitalen Besprechungen – auch durch Personalmangel. Ich bin aber absoluter Fan von Terminen vor Ort. Ich finde, es braucht auch das Menschliche, das ‚mal die Hand auf die Schulter legen‘.“

„Unsere jüngste Patientin war übrigens 5 Tage alt.“ Ein zu kurzes Zungenbändchen führte die Eltern mit der kleinen Patientin zu Kristine. Ein Problem, bei dem das Praxisteam häufiger hilft.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie: „Gerade bei uns Frauen ist Zeit einfach Mangelware. Das gilt für mich, aber ich erlebe es auch bei meinen Angestellten.“ Lebenssituationen wie diese sieht Kristine zum Beispiel auch als einen der möglichen Gründe an, warum heute mehr online bestellt als durch die Fußgängerzone gebummelt wird. „Das ist zwar etwas sehr Schönes, zu bummeln und regional einzukaufen, aber für viele Mütter kaum oder gar nicht machbar.“

Wir danken Kristine Köhlmoos für ihren Blick auf die Dinge.

Mit ROWgional schaffen wir uns ein regionales Ventil. Werde auch du Teil unseres Projektes oder schlage jemanden aus Rotenburg (Wümme) und umzu vor, dem wir Gehör verschaffen sollten. Wir freuen uns auf deine Nachricht.